Nahost

Liveticker Iran-Krieg – Washington Post: Iran fügte US-Militärbasen mehr Schaden zu als berichtet

Der Nahostkonflikt hat eine neue Stufe der Eskalation erreicht, seit die USA und Israel einen Angriffskrieg gegen Iran begonnen haben. Iran reagiert auf die Angriffe mit Raketenangriffen auf US-Militärbasen in der Region und auf Israel. Wir berichten über die aktuellen Entwicklungen.
Liveticker Iran-Krieg – Washington Post: Iran fügte US-Militärbasen mehr Schaden zu als berichtet© Urheberrechtlich geschützt: Iranische Regierung / Tasnim
  • 6.05.2026 22:00 Uhr

    22:00 Uhr

    Damit beenden wir für heute den Live-Ticker zum Iran-Krieg und werden die Berichterstattung am frühen Donnerstagmorgen fortsetzen. Wir wünschen unseren Lesern trotz aller Spannungen in der Welt eine gute Nacht!

  • 21:50 Uhr

    VAE verurteilen "inakzeptables und feindseliges" Verhalten Irans

    Als Reaktion auf eine Erklärung des iranischen Außenministeriums weisen die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) "jegliche Anschuldigungen oder Drohungen zurück, die ihre Souveränität, nationale Sicherheit oder unabhängige Entscheidungsfindung untergraben". Das geht aus einer am Mittwochabend veröffentlichten Erklärung des Außenministeriums der VAE hervor.

    Die Partnerschaften der VAE, heißt es darin weiter, seien eine "rein souveräne Angelegenheit" und jede Rhetorik, die eine direkte oder indirekte Bedrohung für die Sicherheit des Staates, seine Einrichtungen oder seine Einwohner und Besucher darstelle, werde als "inakzeptables Verhalten" betrachtet, das "gegen die Grundsätze der guten Nachbarschaft, die Regeln des Völkerrechts und die Charta der Vereinten Nationen verstößt".

    Zuvor hatte Teheran Abu Dhabi beschuldigt, mit Iran feindlich gesinnten Akteuren zusammenzuarbeiten und ausländische Militärstützpunkte sowie Ausrüstung zu beherbergen, die mit den USA und Israel verbündet sind.

  • 21:07 Uhr

    Macron telefoniert mit Peseschkian

    Der französische Präsident Emmanuel Macron führte am Mittwoch ein Telefongespräch mit seinem iranischen Amtskollegen Massud Peseschkian, in dem er nach der französischen Darstellung seine "tiefe Besorgnis über die anhaltende Eskalation" zum Ausdruck brachte. Die Initiative für das Telefonat ging von Paris aus.

    In einer auf seinem X-Account veröffentlichten Erklärung verurteilte Macron die "unbegründeten Angriffe auf zivile Infrastruktur und mehrere Schiffe der Vereinigten Arabischen Emirate".

    Macron forderte alle Parteien auf, die Blockade der Straße von Hormus "unverzüglich und bedingungslos" aufzuheben und zur "uneingeschränkten Freiheit der Schifffahrt" zurückzukehren.

    "Ich habe den iranischen Präsidenten aufgefordert, diese Gelegenheit zu nutzen, und ich beabsichtige, diese Angelegenheit mit Präsident Trump zu erörtern", fügte er hinzu.

  • 20:50 Uhr

    Trump: "Wir werden sehen", ob Iran einem "zufriedenstellenden" Abkommen zustimmt

    US-Präsident Donald Trump hat sich erneut zu den jüngsten diplomatischen Bemühungen mit Iran geäußert und erklärt, die USA hätten es "mit Leuten zu tun, die sehr an einem Abkommen interessiert sind".

    "Wir werden sehen, ob sie ein für uns zufriedenstellendes Abkommen erzielen können", sagte Trump bei einer Veranstaltung am Mittwoch im Weißen Haus.

    "Wenn sie nicht zustimmen, werden sie kurz darauf doch zustimmen", fügte er hinzu.

  • 20:00 Uhr

    Die USA haben einen iranischen Tanker im Golf von Oman angegriffen

    Das US-Zentralkommando gibt an, dass amerikanische Streitkräfte am Mittwoch einen unter iranischer Flagge fahrenden Tanker im Golf von Oman außer Gefecht gesetzt haben.

    Der Erklärung zufolge wurde der Tanker M/T Hasna beobachtet, als er auf dem Weg zu einem iranischen Hafen im Golf von Oman internationale Gewässer durchquerte. Die Amerikaner warnten das Schiff vor einem Verstoß gegen die Blockade.

    "Nachdem die Besatzung der Hasna wiederholte Warnungen ignoriert hatte, setzten die US-Streitkräfte das Ruder des Tankers außer Gefecht, indem sie mehrere Schüsse aus der 20-mm-Kanone (des Kampfflugzeugs – Anm. d. Red.) der US-Marine F/A-18 Super Hornet abfeuerten, die vom (Flugzeugträger – Anm. d. Red.) USS Abraham Lincoln (CVN 72) gestartet wurde. Die Hasna befindet sich nicht mehr auf Kurs in Richtung Iran", heißt es in einem Beitrag im sozialen Netzwerk X.

    Das Kommando fügte hinzu, dass die US-Blockade gegen Schiffe, die versuchen, iranische Häfen anzulaufen oder zu verlassen, weiterhin in Kraft bleibt.

  • 19:40 Uhr

    Washington Post: Iran fügte US-Militärbasen mehr Schaden zu als berichtet

    Die Washington Post berichtet am Mittwoch, dass Iran von Ende Februar bis April 228 US-Militäreinrichtungen angegriffen und ihnen erheblichen Sachschaden zugefügt habe. Die Verfasser des WP-Artikels kamen zu dieser Feststellung, nachdem sie Hunderte Satellitenbilder ausgewertet haben, von denen einige in dem Artikel veröffentlicht sind.

    Hervorgehoben wird die Präzision der iranischen Waffen. Die Zeitung zitiert Mark Cancian, Seniorberater am Center for Strategic and International Studies und pensionierter Oberst des US‑Marine-Corps, der die iranischen Bilder ausgewertet hat:

    "Die iranischen Angriffe waren präzise. Es gibt keine zufälligen Einschlagskrater, die auf Fehlschüsse hindeuten."

    Angemerkt wird zudem, dass das Pentagon die Schadenszahlen bewusst niedrig hält, um die positive Bewertung des bisherigen Kriegsverlaufs aufrechtzuerhalten. Es sei kein Zufall, dass bereits Mitte März die Zensur von Satellitenbildern und Aufnahmen der lokalen Bevölkerung drastisch verschärft wurde – bis hin zur Androhung der Todesstrafe in den Ländern am Persischen Golf.

  • 19:09 Uhr

    Libanesischer Parlamentspräsident: Libanon Teil jedes Abkommens zwischen Iran und den USA

    Der libanesische Parlamentspräsident Nabih Berri sagte am Mittwoch, jedes Abkommen mit Israel müsse Sicherheitsgarantien für sein Land enthalten. Tel Aviv habe die Waffenruhe verletzt, zu der sich die Hisbollah verpflichtet hat.

    Berri erklärte gegenüber Al Jazeera Arabic, der iranische Außenminister Abbas Araghtschi habe bestätigt, dass der Libanon Teil jedes Abkommens sein werde, das die USA zur Beendigung des Krieges aushandeln. Er fügte hinzu, dass er hoffe, dass die Verhandlungen zwischen Iran und den USA "bald zu einem positiven Ergebnis" führen werden.

    Der Parlamentspräsident betonte, die Beziehung zwischen der Präsidentschaft und dem Amt des Premierministers sei "stark und wichtig für die Herstellung von Stabilität".

  • 18:41 Uhr

    Vier Tote bei israelischen Angriffen im Libanon

    Bei israelischen Angriffen auf Ziele der proiranischen Hisbollah-Miliz im Libanon sind den Behörden zufolge in der östlichen Region Bekaa mindestens vier Menschen getötet worden. Eines der Ziele sei die Stadt Sellaja gewesen, teilte das libanesische Gesundheitsministerium mit.

    Die staatliche Nachrichtenagentur ANI berichtete, der Angriff habe das Haus des Bürgermeisters getroffen. Er sowie drei Mitglieder seiner Familie wurden dabei getötet.

  • 18:30 Uhr

    Iranisches Außenministerium: Botschaften mit den USA werden ausgetauscht, Antwort auf US-Vorschlag steht noch aus

    Der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmail Baghaei, erklärte am Mittwoch, das Land habe noch keine offizielle Antwort auf den jüngsten US-Vorschlag abgegeben, setze jedoch den Austausch diplomatischer Botschaften über Pakistan fort.

    "Über den pakistanischen Vermittler werden Botschaften ausgetauscht, und die Prüfung der ausgetauschten Texte ist noch im Gange", zitiert der iranische Sender IRIB Baghaei.

  • 18:10 Uhr

    Experte: Iran wird voraussichtlich "in den kommenden Tagen" auf US-Vorschlag reagieren

    Abas Aslani, leitender wissenschaftlicher Mitarbeiter am Zentrum für strategische Studien zum Nahen Osten, hat die jüngsten Berichte über Fortschritte bei den Verhandlungen zwischen den USA und Iran in einem Interview mit Al Jazeera als ermutigend bezeichnet, bezweifelt jedoch, dass Iran bereit sein werde, sein Atomprogramm in dieser "Anfangsphase" zu erörtern.

    Stattdessen, so der Experte, erwarte Iran, dass das Friedensabkommen die Beendigung der Feindseligkeiten, die Aufhebung der US-Seeblockade gegen das Land und die Wiederöffnung der Straße von Hormus regle.

    "Details zur Atomfrage werden voraussichtlich erst nach Abschluss eines Abkommens erörtert", zitiert Al Jazeera Aslani.

    "Wir hoffen, dass die heutigen Entwicklungen eine zunehmende Dynamik" in Richtung eines Abkommens zeigen, sagte er. Im Moment könne man nur sagen, dass beide Seiten Botschaften austauschen. Es wird erwartet, dass Iran in den kommenden Tagen eine Antwort abgibt, fügte Aslani hinzu.

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