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Bill Gates: KI könnte "eine Milliarde Todesopfer fordern"

Der Milliardär sagte, dass Künstliche Intelligenz die Menschheit wahrscheinlich nicht auslöschen werde, aber in den Händen von Menschen mit böswilligen Absichten gefährlich sei. Nachdem er bereits vor dem Corona-Ausbruch vor einer weltweiten Pandemie gewarnt hatte, erlangte auch seine jüngste Äußerung große Aufmerksamkeit.

Künstliche Intelligenz sei leistungsfähig genug, um eine Milliarde Todesopfer zu fordern, wenn sie von Menschen mit böswilligen Absichten eingesetzt werde, erklärte Microsoft-Mitbegründer Bill Gates am Freitag in einem Interview in der NBC-News-Sendung "Meet the Press".

Regierungen sollten sich daher nicht darauf verlassen, "dass Technologieunternehmen sich selbst regulieren", betonte der kontrovers wahrgenommen Milliardär und forderte dabei Washington nachdrücklich auf, Gesetze zur Regulierung der KI-Entwicklung zu verabschieden.

Auf die Frage von Moderatorin Kristen Welker in der NBC-Sendung, ob Washington Gesetze verabschieden müsse, antwortete Gates: "Unbedingt". Aufgezeichnet wurde das Gespräch am Mittwoch, einen Tag nachdem Donald Trump vor der UN-Generalversammlung eine internationale KI-Aufsicht als "globalistischen Plan" zurückgewiesen hatte. Gates gab in dem Interview weiter zu Protokoll:

"KI ist zweifellos leistungsfähig genug, um Ereignisse auszulösen, die … eine Milliarde Todesopfer fordern.

Auch wenn es ziemlich schwer ist, eine 100-prozentige Sicherheit zu erreichen, gab es noch nie eine Waffe, die so mächtig ist wie die Kombination aus Menschen mit böswilligen Absichten und den neuesten KI-Tools."

Gates’ Warnung erfolgte nur wenige Tage, nachdem Sam Altman von OpenAI und Dario Amodei von Anthropic erneut strengere staatliche Sicherheitsvorkehrungen für diese Technologie gefordert hatten, nachdem es in den vergangenen Monaten zu mehreren Vorfällen gekommen war, bei denen KI-Agenten Sicherheitsvorkehrungen durchbrochen hatten.

Im vergangenen Monat warnte Gates zuvor in einem Beitrag auf seiner Webseite Gates Notes:

"Was die Chancengleichheit betrifft, kann KI entweder zum größten Gleichmacher werden, den die Menschheit je erfunden hat – oder zur schlimmsten Quelle von Ungerechtigkeit."

Er argumentierte zudem, dass das Risiko, dass eine kriminelle Gruppe "Open-Source-KI-Tools zur Entwicklung einer Biowaffe" nutze, größer sei als das einer "natürlich verursachten Pandemie".

Es ist nicht das erste Mal, dass Gates vor einer drohenden globalen Epidemie warnt. In einem kontrovers wahrgenommenen und weltweit vielfach zitierten TED-Vortrag aus dem Jahr 2015 erklärte er, dass die Menschheit laut seiner Wahrnehmung auf "die nächste große Pandemie schlecht vorbereitet" sei.

Seine Andeutung erlangte erneute Aufmerksamkeit, nachdem Anfang 2020 dann die sogenannte "COVID-19-Pandemie" ausbrach. Gates geriet medial in der Folge aufgrund seiner einfordernden Rolle im Bereich der globalen öffentlichen Gesundheit, der Aufforderung, dass "alle Menschen geimpft werden müssten", in starke Kritik.

Ex-Kanzlerin Merkel erklärte dazu jüngst in einem Interview bestätigend, wie "moralischer Druck" seitens der Bill-und-Melinda-Gates-Stiftung auf sie und die Bundesregierung ausgeübt wurde, in der "Corona-Zeit" die Impfallianz GAVI finanziell zu unterstützen.  

Auch frühere Äußerungen, in denen er Impfstoffe und Gesundheitsversorgung mit einem langsameren Bevölkerungswachstum in Verbindung brachte, sorgten bereits für gesellschaftspolitische Kontroversen. In einem TED-Vortrag aus dem Jahr 2010 sagte Gates, die Weltbevölkerung steuere von 6,8 Milliarden auf 9 Milliarden zu, und fügte hinzu:

"Wenn wir nun bei neuen Impfstoffen, der Gesundheitsversorgung und den Dienstleistungen im Bereich der reproduktiven Gesundheit wirklich gute Arbeit leisten, könnten wir diese Zahl vielleicht um 10 oder 15 Prozent senken."

Gates hat dabei die forcierten Vorwürfe von Kritikern gegen ihn im Zusammenhang mit Impfstoffen und Pandemien regelmäßig als "verrückt" und "bösartig" abgetan.

Die nachweislichen Verbindungen des Milliardärs zum Sexualstraftäter Jeffrey Epstein sorgten ebenfalls für breite öffentliche Kritik, wobei Gates wiederholt erklärte, dass die Treffen mit Epstein ein großer Fehler gewesen waren, und jegliche unzulässige Beziehung zu ihm bestritten hat.

So erklärte Gates im Juni dieses Jahres vor dem US-Kongress, Jeffrey Epstein habe möglicherweise versucht, ihn mit Informationen über außereheliche Beziehungen zu beeinflussen. Einen direkten Erpressungsversuch habe es laut Gates jedoch nicht gegeben.

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