
Europäische Turnunion: Russische Athleten wieder mit Nationalsymbolen

Die Europäische Turnunion (European Gymnastics / Union Européenne de Gymnastique, UEG) hat die Teilnahme russischer Sportler an europäischen Wettbewerben unter Verwendung der nationalen Symbolik ratifiziert. Dies berichtet Russlands Gymnastik-Föderation.
Zuvor hatte sich Deutschland im Namen von elf Staaten an European Gymnastics mit der Bitte gewandt, russischen Athleten die Teilnahme an UEG-Wettbewerben unter nationaler Flagge zu verbieten und diese ausschließlich im neutralen Status zuzulassen. Der Vorschlag wurde von Österreich, Estland, Großbritannien, Norwegen, Schweden, Dänemark, Finnland, den Niederlanden, der Schweiz und Liechtenstein unterstützt. Während einer Sondersitzung am 28. Juli erlaubte die Generalversammlung von European Gymnastics die Nutzung russischer Staatssymbole.

Athleten aus Russland werden damit bei den von European Gymnastics ausgetragenen Wettbewerben erneut unter der russischen Staatsflagge und mit der russischen Hymne antreten. Der Beschluss bringt die Regeln der UEG mit den geltenden Anforderungen der Internationalen Turnunion (World Gymnastics) in Einklang.
Für Wettbewerbe, deren Austragung vor dem 28. Juli 2026 beschlossen wurde, ist eine Übergangsregelung vorgesehen. Demnach werden russische Athleten zwar zur Teilnahme zugelassen, müssen jedoch im neutralen Status antreten, sofern lokale Gesetze die Verwendung russischer Staatssymbole verbieten. Für spätere Wettbewerbe sind keine derartigen Ausnahmeregelungen vorgesehen. Russlands Turnverband betonte in diesem Zusammenhang:
"Die Föderation für Gymnastik Russlands wird weiterhin mit European Gymnastics, World Gymnastics und den Veranstaltern der Wettbewerbe zusammenarbeiten, um die Umsetzung dieses Beschlusses in der Praxis zu erwirken."
Zuvor hatte World Gymnastics im März 2022 wegen der russischen Sonderoperation in der Ukraine Athleten aus Russland und Weißrussland von den Wettbewerben ausgeschlossen. Seit dem 1. Januar 2024 ist die Teilnahme wieder erlaubt, allerdings ohne Flaggen und Hymnen der beiden Staaten. Im November 2025 ließ auch die UEG die Teilnahme russischer Sportler an ihren Wettbewerben im neutralen Status wieder zu.
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