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Ausgebuht und ausgepfiffen: Merz besucht Waldbrandstätte in NRW

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat am Samstag die Waldbrandstätte in Hürtgenwald besucht. Dabei wurde er von Anwohnern mit Protesten empfangen, während sein Parteifreund, der Landrat des Landkreises Düren, ihn verteidigte.
Ausgebuht und ausgepfiffen: Merz besucht Waldbrandstätte in NRWQuelle: Gettyimages.ru © Christoph Reichwein/picture alliance

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat am Sonnabend Hürtgenwald in Nordrhein-Westfalen besucht, das vor Kurzem von einem Waldbrand heimgesucht wurde. Von Anwohnern wurde er mit Buhrufen und Pfiffen empfangen. Auf einem Schild, das hochgehalten wurde, stand: "Der Wald brennt, und Friedrich pennt." Landwirte störten die Pressekonferenz des Bundeskanzlers mit Hupen.

Journalisten gegenüber bezeichneten Anwohner den Besuch als "PR-Stunt". Merz selbst verteidigte seinen Zeitplan: Das Waldbrandgebiet nicht früher aufgesucht zu haben, sei eine bewusste Entscheidung gewesen. Vorrang hatte für ihn, dass die Einsatzkräfte "in Ruhe ihren Job machen können", sagte der Kanzler.

Mit Blick auf die protestierenden Anwohner sagte Merz, er lasse sich "von denen, die rumschreien", nicht beeindrucken. Stattdessen spreche er "mit denen, die helfen".

Der Landrat des Kreises Düren Ralf Nolten (ebenfalls CDU) sagte, er habe den Bundeskanzler gebeten, nicht während des Brandes zu kommen, sondern danach.

Der Waldbrand im Hürtgenwald (Kreis Düren) brach am 13. August aus und wurde am 21. August 2026 offiziell als vollständig gelöscht gemeldet. Es handelte sich um den größten Waldbrand in der Geschichte Nordrhein-Westfalens seit Beginn der amtlichen Datenerfassung im Jahr 1991. Es brannten 300 Hektar Wald ab, bis zu 2.000 Einwohner eines Ortsteils mussten evakuiert werden. Die Löscharbeiten waren durch alte Weltkriegsmunition im Boden erschwert worden.

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