
Wegner zieht Kandidatur zur Berlin-Wahl zurück

Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) wird bei der Wahl zum Abgeordnetenhaus am 20. September nicht erneut als Spitzenkandidat antreten. Sein Amt als Regierungschef will er indessen bis zur Wahl weiter ausüben. Kurz zuvor hatte Wegner überraschend für 15 Uhr zu einer Pressekonferenz eingeladen.

Hintergrund ist der anhaltende Druck auf den CDU-Politiker wegen seines Umgangs mit dem großen Stromausfall in Berlin Anfang des Jahres. Wegner hatte zunächst erklärt, nach dem Vorfall am 3. Januar den gesamten Vormittag Krisengespräche geführt zu haben. Später wurde bekannt, dass er während der akuten Krise Tennis spielte. Zudem kam heraus, dass sein erstes Telefonat in der Angelegenheit erst kurz vor 13 Uhr stattfand.
Wegners CDU regiert Berlin gemeinsam mit der SPD. In aktuellen Umfragen liegt die Partei hinter Linken, SPD und Grünen. Wer für die Berliner CDU nun als Spitzenkandidat oder Spitzenkandidatin bei der Abgeordnetenhauswahl antreten wird, ist bislang offen.
In Berlin wird am 20. September ein neues Abgeordnetenhaus gewählt. Einer kürzlich veröffentlichten Umfrage zufolge liegt die CDU nur noch auf Platz vier hinter der Linkspartei, den Grünen und der AfD – der Abstand zwischen den Parteien ist aber nur gering.
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